Manche Vorhaben trägt man jahrelang mit sich herum, ohne sie je anzupacken. Diese Website war für mich lange so eines. Wie aus einer immer wieder aufgeschobenen Idee schließlich das geworden ist, was ihr gerade vor euch seht, lest ihr hier.
Warum eine eigene Seite
Diese Domain besaß ich schon länger, und ich wollte einen eigenen Ort haben, an dem ich mein Leben für andere festhalten kann. Facebook und soziale Medien allgemein sind für mich dafür keine echte Alternative. Sie sind sehr schnelllebig, und außer einem kurzen Dopaminschub bleibt selten etwas hängen, das einen Menschen wirklich greifbar macht.
Plattformen wie LinkedIn bieten da schon mehr, machen es aber schwer, sich so auszudrücken, wie man es gerne möchte. Man füllt vorgegebene Felder aus und verschwindet am Ende in derselben Schablone wie alle anderen. Fertige Produkte auf dem Markt hatten zwar mehr Funktionen, blieben in vielen Bereichen aber ebenso eingeschränkt. So blieb am Ende nur ein Weg, der sich wirklich stimmig anfühlte, nämlich ein Framework zu nehmen, das mir nahezu vollständige Freiheit lässt, mich und meine Persönlichkeit zu zeigen. Und trotzdem kam ich nicht ins Handeln. Ich war frustriert über den Stillstand, und die Vielfalt der Möglichkeiten samt dem Aufwand, den ich dahinter vermutete, lähmte mich so sehr, dass ich das Vorhaben immer wieder vertagte.
Der Anstoß, der gefehlt hat
Gewusst habe ich das alles schon lange. Was fehlte, war der Moment, an dem ich tatsächlich anfing. Er kam Anfang Juni auf einem Seminar. Der Seminarleiter fragte mich in einem persönlichen Gespräch, was ich denn eigentlich vorhabe, und ich sagte wahrheitsgemäß, dass es diese Website sei, die ich schon seit Jahren vor mir herschob. Er ließ nicht locker und fragte immer weiter, warum ich es bisher nicht getan hatte. Diese eine Frage, immer wieder gestellt, war der kleine, aber entscheidende Anstoß, den ich gebraucht hatte. Nicht lange danach saß ich am ersten konkreten Konzept und hielt es schriftlich fest. Endlich kam das Vorhaben in Bewegung.
Die Idee dahinter
Von Anfang an sollte die Seite mehr sein als eine Aufzählung. Meine Projekte, Werkzeuge und Fähigkeiten wollte ich in einem gemeinsamen Gefüge zusammenbringen, in dem sich alles gegenseitig referenziert, sodass man von einem Projekt zu den Fähigkeiten dahinter springen kann und wieder zurück. Den Lebenslauf habe ich zugegebenermaßen anfangs etwas stiefmütterlich behandelt. Mit der Zeit ist er, genau wie die Nachweise, immer mehr als selbstverständlicher Teil dieses Gesamtbilds geworden.
Die kleinen Dinge machen den Unterschied
Über Wochen habe ich immer mehr Inhalt in die Testumgebung eingespielt und Design und Funktionen so lange überarbeitet, bis sich alles stimmig anfühlte. Rückblickend waren es weniger die großen, offensichtlichen Elemente wie der Graph oder die Timeline, die den meisten Feinschliff gebraucht haben. Es sind die vielen kleinen Details, die man kaum bewusst wahrnimmt und die eine Seite trotzdem erst rund machen.
Statisch aufgebaut und live gestellt
Eine Entscheidung stand für mich von Anfang an fest. Die Seite sollte statisch aufgebaut sein, also aus fertigen Dateien bestehen, die schon vor dem ersten Aufruf vollständig sind. Das hält die Last auf dem Server gering, vor allem aber nimmt es jede Unsicherheit aus dem Weg, denn was ich lokal auf meinem Rechner sehe, ist Zeichen für Zeichen dasselbe, was später bei euch im Browser ankommt. Diese Verlässlichkeit war mir mehr wert als jede Funktion, die mir im Hintergrund nur neue Fehlerquellen eingebracht hätte.
Als ich Anfang Juli einen Stand erreicht hatte, mit dem ich zufrieden war, kümmerte ich mich um den Weg vom lokalen Rechner auf den Server. Dahinter steckt eine Pipeline, die ich einmal einrichte und die mir die Arbeit danach abnimmt. Sobald ich eine Änderung in mein selbst gehostetes Git schiebe, baut sie die Seite von selbst neu und legt das Ergebnis direkt dort ab, wo es ausgeliefert wird. Weil ich solche Abläufe über die Jahre oft genug aufgesetzt habe, war das schnell erledigt.
Kurz gesagt, ich schreibe etwas, speichere es, und ohne weiteres Zutun steht es wenig später für alle sichtbar online.
Ich hoffe, euch gefällt, was ihr hier seht. Klickt euch gerne durch die Projekte, die Fähigkeiten und den Lebenslauf und lasst euch dabei Zeit, denn an vielen Ecken warten kleine Details darauf, entdeckt zu werden. Diese Website ist dabei selbst eines dieser Projekte, in dem ich festgehalten habe, wie sie aufgebaut ist. Und weil die Seite weiter wächst, lohnt sich auch der nächste Besuch.